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Die Ernährung des Militärs im Felde
Eine Gulaschkanone ist ein friedliches Werkzeug in der Armee, sie dient nicht der Erstürmung von Festungen, sie dient der Sättigung der Truppe. Sie besteht aus einem mobilen Kessel auf Rädern, selbst die Feuerstelle fährt immer mit, so konnte beim Rückzug auch das Wichtigste mitgenommen werden. Eine Riesenpfanne, oft für mehr als hundert Portionen, in den unterschiedlichsten Ausführungen lieferbar, natürlich mit Tarnfarben versehen. In der Gulaschkanone kann nicht nur Gulasch zubereitet werden, alle Suppen und Eintöpfe, auch Reis und Kartoffeln oder auch die Wäsche der Soldaten konnten drin gekocht werden - die Wäsche jedoch nicht zum Verzehr. Doch warmes Wasser ist im Felde immer kostbar und das liefert die Gulaschkanone auch. Bei den Pfadfindern oder bei Großveranstaltungen, auf Openairkonzerten leistet diese Kanone ihren Dienst ab, auch an so manchen Gartenfest ein willkommener Schmaus. Überall, wo unter freien Himmel, weit von der nächsten Steckdose warme Mahlzeiten in großen Mengen erwartet werden, kann der Küchenbulle - so heißt der Koch an diesem Gerät in der Soldatensprache, viele Portionen auf einmal zubereiten. Quelle : net-lexikon.de
Strategie und Taktik hatten sich durch die Eisenbahn
grundsätzlich geändert, entsprechend wurde auch die Logistik angepasst. Die
Truppe im Felde sollte unabhängig von den bisherigen Einquartierungen und
Biwaklagern bewegt werden können; zudem ist es ein taktischer Vorteil, wenn die
kämpfende Truppe sich nicht zwei Stunden täglich mit der Nahrungszubereitung
beschäftigen muss. Mit der neuen Strukturreform änderte sich hier viel. Kleinere
selbständige Einheiten, die im Feld überwiegend ortsfest (Brückenwachen,
Feldwachen) operierten, ko-
Die nebenstehende Abbildung zeigt eine Feldküche nebst
einer Feldbäckerei in trauter Zweisamkeit- eine detailgetreue, aber idealisierte
Darstellung.
Die Feldküche wurde auf Kompanieebene betrieben und
eingesetzt; sie bestand aus der eigentlichen Feldküche, ein einachsiger Wagen in
Holzbauweise, und dem ebenfalls einachsigen Vorderwagen (vergl. Artillerie:
Protze). Die große Feldküche Hf.11
(Heeresfeldküche Modell 1911) Die kleine Feldküche Hf.12
(Heeresfeldküche Modell 1912) Es wurden neue Modellbezeichnungen eingeführt, weil alle Varianten zeitgleich hergestellt und beschafft wurden. Die große Feldküche firmierte als H.f.11 und H.f.13, die kleine Feldküche als H.f.12 und H.f.14. Im Weltkrieg ergaben sich weitere Änderungen an der Bauart, die materialbedingt waren, so wurden die Kessel aufgrund Materialmangels aus emaillierten Eisenblech gefertigt.
Abbildungen: Dreimal große Feldküche.
Im Westen,1914: Essenausgabe
an einen Infanteriezug, in Anwesenheit von Offizieren
als Gäste oder Be-
obachter. Offiziere werden nicht aus der Feldküche
verpflegt; an der Feld-
küche sichtbar essende Offiziere sind der Kompanie- oder
Batteriechef,
oder sein Stellvertreter, die zur Qualitätsüberwachung
Probe essen.
In Galizien (russisch-Polen), 1915:
Entgegen der anglo-amerikanischen
Kriegspropaganda von den deutschen Nonnenschändern,
Kannibalen und
Sammlern von abgehackten Kinderhänden( bevorzugt von
belgischen
Waisen) werden die russischen oder polnischen Kinder
und ihre Familien
hier offensichtlich von der deutschen Feldküche
mitversorgt.Vielleicht sollen
sie auch nur angelockt werden...Stambul
1915 Istambul, die hohe Pforte,
osmanisches Reich, früher mal Konstantinopel und Byzanz,
heute Türkei und Istambul. Liebe geht durch den
Magen-zwei Nationen und drei Religionen „Übergabe zweier
durch deutsche Juden in der Türkei gestifteten
Feldküchen durch Dr. Rossig an den „Roten Halbmond"
Beide Feldküchenmodelle ( mit Zubehör) wurden unverändert von der Reichswehr und der Wehrmacht übernommen. Für die motorisierten Einheiten der Wehrmacht wurden die H.f. 13 und die H.f. 14 auf Gummibereifung zum Fahrzeugzug umgestellt, ansonsten wurde weiterhin bespannt gefahren. Gelegentlich wurde die Gulaschkanone auch auf der Ladefläche eines Lkw oder eines Halbkettenfahrzeugs montiert, aber das blieben Ausnahmen. Im zweiten Weltkrieg wurden auch verstärkt erbeutete oder ausländische Feldküchen verwendet. Das stellte kein logistisches Problem dar, weil dies auch im Weltkrieg durchaus üblich war, und diese Küchen somit hinreichend bekannt waren. Im wesentlichen handelte es sich um die k.u.k. Feldküchen M 09 und M 17 aus den Škoda-Werken, die abweichend von den deutschen Modellen nur einwandige Kessel verwendeten. Von denen waren aber gleich drei vorhanden , die in einer mechanischen Vorrichtung über der Feuerstelle gedreht werden konnten. Die große Küche M09 verfügte über drei Kessel à 100 l, die kleine M17 über drei 50 l Kessel. Etatmäßig war jeder Kompanie oder Batterie seit 1907 ein
Küchenfeldwebel zugeteilt, der die Feldküche leitete und befehligte. Der
Feldküchenkoch war in der Regel ein Unteroffizier, der sowohl kochte, als auch
das Fahrzeug bewegte. Ihm zur Seite stand der etatmäßige Hilfskoch, der aber
erst 1913 etatmäßig vorgesehen war, deshalb gibt es an den Feldküchen nur einen
einzelnen Gewehrhalter. Die Feldküche war immer eine Drei-Mann-Einheit, der Rest
des Personals waren Hilfskräfte, die aus maladen Soldaten oder aus der
Zivilisten rekrutiert wurde. (Kartoffel schälen, Gemüse putzen, Holz hacken,
Wasser holen und Abwasch sowie Reinigungsarbeiten zählen zu den benötigten
Hilfsleistungen). In der Regel war die Feldküche immer „unter Dampf" und konnte
Unmengen Küchen wurden in deutschen Kasernen ab ca. 1882 eingerichtet; spezielle Köche mit Ausbildung gab es bis 1915 nicht; der „ Kochdienst wurde von hierzu geeigneten Personen unter Aufsicht eines Unteroffiziers" durchgeführt. Gelegentlich auch durch „angenommenes Personal", nach Reglement von 1888 auch weibliche Hilfskräfte „zum Abwasch und Kartoffelschälen". Empfangen wurden die warmen Speisen in der Küche; in modernen Kasernenbauten ( ab 1905) gab es auch spezielle Speisesäle für Mannschaften, wo die warme Mahlzeit eingenommen wurde. Das Frühstück und das Abendessen wurde auf den Stuben
eingenommen. „Kaffeeholer raustreten!" war
ein Befehl, der morgens und abends in deutschen Kasernen bis 1945 ertönte.
Befehlsgemäß traten die turnusmäßigen Kaffeeholer an, um in der Küche den
Getreidekaffee in den mitgebrachten Verabreicht wurde den Soldaten eine abwechslungsreiche Kost
nach den modernsten ernährungswissenschaftlichem Kennisstand; z.B:
Eintopfgerichte, insbesondere Kartoffeln oder Hülsenfrüchte mit Fett und
Fleisch. Erst ab 1916 gibt es in den deutschen Armeen eine Kochausbildung;
kulinarische Spitzenleistungen wurde den Feldköchen allerdings nicht abverlangt:
Ein Wehrmachts- Kochbuch von 1943 für Feldköche kennt gar 232 verschiedene!
Eintopfgerichte.
Fortsetzung folgt!!
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